Yussuf Khan unterbrach ihn:

„Es ist gut. Der Betrügerkönig, der meine Juwelen stehlen wollte und zwei Tage hindurch meinen Namen stahl, hat ein Werk getan, das ihm zum Verdienst gereicht. Ich bin Euch, junger Sahib, mehr schuldig, als mit diesem Schmuckstück bezahlt werden kann. Sagt mir, was ich tun kann, um meine Schuld zu tilgen. Sprechet frei, und wisset, daß alles, was Ihr begehrt, im vorhinein bewilligt ist.“

Allan sah das Halsband, das er in der Hand hielt, unentschlossen an. Geschenke und Belohnungen anzunehmen, widerstrebte seinem Nationalinstinkt; aber dennoch wußte er, daß eine Weigerung verletzend wirken würde, und dabei konnte er sich nicht von dem Gedanken losmachen, was er eigentlich anfangen sollte, wenn diese Personen fort waren, in deren Drama er mitgespielt hatte. Der alte Ali sagte zum Maharadscha:

„Mein Sohn, denke dir, dieser junge Mann, aus dessen Zügen Begabung und edle Gesinnung sprechen, und der uns große Dienste erwiesen hat, hat in seinem ganzen Leben weder Delhi noch Nasirabad gesehen, ja, er hat nicht einmal Indien besucht. Mit Worten, dem besten unserer Dichter entnommen, zu denen ich für mein eigen Teil viel zu unwürdig bin gezählt zu werden, habe ich versucht, ihm ein mattes Bild von Nasirabads Schönheit zu geben.“

Allan kam eine Idee, die ihn erzittern ließ. Nach diesen Abenteuern aus Tausendundeiner Nacht mußte alles andere als Tausendundeine Nacht einen faden Geschmack haben ... und war Tausendundeine Nacht denn anderswo zu finden als in dem uralten Märchenlande selbst?

„Hoheit,“ sagte er, „wollen mir Ew. Hoheit irgendeinen Posten in Ihren Diensten in Nasirabad verleihen?“

Yussuf Khan starrte ihn an.

„Ist das alles, was Ihr wünscht?“ fragte er.

„Ja,“ sagte Allan, „welchen Platz immer.“

Yussuf Khan betrachtete ihn noch einen Augenblick.