[79] Der Schulmeister Eunus, ein fellator, der alle Sexualia in seinem Schuljargon wiedergibt, sieht das membrum muliebre für ein Rechteck an. Das hat den Vorteil, daß, wenn die eine Seite zusammengezogen wird, der Buchstabe Δέλτα herauskommt, der gewöhnliche Name für das γυναιϰεῖον αἰδοῖον s. oben S. 20 f. Die Rückansicht der Menschen erklärt er für ein Ψ (gebildet von den drei Linien: Grenze zwischen den Beinen und untere Grenze der beiden nates). Ubi si Eunus ligurrit, anus patet sicut Λ. Φ litera Ausonius aut πορδήν imitari mihi videtur, quae paedogogo ligurrienti sentienda est, aut figuram, quae natibus pueri et lingua istius paedagogi efficitur. Im letzten Vers wird ihm die Strafe den Θ(άνατος) gewünscht (s. oben S. 22). Die Verse 10–12 verstehe ich nicht.
[80] Preisendanz RM 68 (1913) S. 640.
[81] Herodot V 92.
[82] Marcian. Heracl. epit. peripl. Menippei 2.
[83] Phot. bibl. p. 151, 21; Lehrs, Quaestiones epicae, Königsberg 1837 p. 19 ff.
[84] Euling, Die Priamel bis Hans Rosenplüt, Germanist. Abhandlungen hrsg. v. Voigt Bd. 25, Breslau 1905.
[85] Wünsche, Die Zahlensprüche im Talmud und Midrasch, ZDMG 65 (1911) und 66 (1912).
LEBENSLAUF
Ich, Franz Dornseiff, geboren zu Gießen am 20. März 1888, bin ein Sohn des Landsgerichtsdirektors Karl Dornseiff und seiner verstorbenen Frau Käthe geb. Baltzer. Ich besuchte zuerst das Gymnasium zu Gießen, seit 1904 das Neue Gymnasium zu Darmstadt, das ich Ostern 1906 verließ, um mich dem Studium der klassischen Philologie und Germanistik zu widmen. Ich war 3 Semester in Heidelberg, 1 in München, 5 in Berlin.