[69] Steinthal, Geschichte der Sprachwissenschaft der Griechen und Römer² II (1891) S. 366.

[70] Ἐτυμολογία τοῦ ἀλφαβήτου Etym. Gud. Anhang p. 595 Sturz.

[71] Heinrici, Die griechisch-byzantinischen Gesprächbücher, Abhandl. d. Kgl. sächs. Gesellschaft d. Wissenschaften, histor.-philol. Klasse, Bd. 28 (1911) S. 90, 14; Nachträgliches zu den griechisch-byzantinischen Gesprächbüchern, Berichte der Kgl. sächs. Gesellschaft, histor.-philol. Kl. Bd. 64 (1912) 8. 179 f.: ein cento grammaticus codex Marcianus VII 38. In der ersten Heinricischen Abhandlung S. 87, 27, stehen einige Zeilen über Buchstaben als σφραγῖδες. Ganz Ähnliches findet sich in einer Handschrift des Briefes Jesu an König Abgar von Edessa, der im Mittelalter als Palladium diente, s. Dobschütz, Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie 43 (1900) S. 443.

[72] Hrsg. von R. Foerster, Index lectionum Vratislaviensium 1891.

[73] So empfindet noch heute der Orient. Hohes Alter ist das erste, was man von der Überlieferung verlangt. Und gegen die Tradition vermögen moderne Errungenschaften nur schwer aufzukommen.

[74] Dasselbe steht praep. ev. XI 6 p. 519.

[75] Zur Zeitbestimmung J. B. Kellner, Der hl. Ambrosius als Erklärer des AT, Regensburg 1893 S. 153. Ambrosius versteht es dabei, einen Zusammenhang der Anfangsbuchstaben mit dem Inhalt der damit begonnenen Verse nachzuweisen. Der Buchstabe des Akrostichons erscheint so als Titel. Als Beispiel diene Vers 4: Daleth bedeutet entweder „Furcht“ oder „Geburt“ (Ambrosius kann kein Hebräisch). Beides paßt; denn die Geburt ist etwas Materielles und Hinfälliges, deshalb nicht frei von Furcht. Vortrefflich bestätigt dies die erste Zeile: „Am Staube hing meine Seele“; denn Staub ist Erde, und die Erde ist etwas Materielles.

[76] Iren. adv. haeres. I 20. Kindheitsevangelium des Thomas cap. 6. Dazu Hennecke, Handbuch zu den neutestamentlichen Apokryphen, Tübingen 1904, 8. 136 ff., bes. S. 142 eine indische Parallele: jeder Buchstabe ist der Anfang eines Spruches. Auch den Muslim hat die Geschichte von dem Jesusknaben gefallen, vgl. Schanawânî Bl. 16 (s. oben [S. 5 Anm. 5]) bei Goldziher, Zeitschrift d. deutschen morgenl. Gesellschaft 26 (1872) S. 784.

[77] Von deren Existenz wir zudem gar nichts wissen. D. H. Müllers Ergebnisse abgelehnt auch von Franz Wutz, Onomastica sacra, Texte und Untersuchungen 41, 1 (1914) S. 216–231.

[78] Dazu Goebel, Ethnica, de Graecorum civitatum proprietatibus proverbio notatis, Diss. Breslau 1915 S. 80 f.