Beispiel: Ὑγιαίνειν μὲν ἄριστον ἀνδρὶ ϑνατῷ
δεύτερον δὲ φυὰν ϰαλὸν γενέσϑαι usw.[84]
oder das Zahlensprichwort, das der Orientale so liebt. Beispiel: Vier Tiere dürfen mit der Halfter angetrieben werden: das Pferd, das Maultier, das Kamel und der Esel. — Sechs Dinge dienen dem Menschen, drei sind in seiner Gewalt und drei sind nicht in seiner Gewalt: das Auge, das Ohr und die Nase sind nicht in seiner Gewalt. Der Mund, die Hand und der Fuß sind in seiner Gewalt (Talmud.)[85] Diesen Formen ist nahe verwandt die Spielerei mit mehreren Worten, die gleiche Anfangsbuchstaben haben. In dem Stabreim, der so entsteht, kommt der sich wiederholende Buchstabe besonders zu Ehren und wird als das Wichtigste hervorgehoben. Etwa: τρία ϰάππα ϰάϰιστα, nämlich Kreter, Kilikier, Kappadokier (Suidas s. v. ϰάππα); lateinisch: Cornelius Sulla, Cornelius Cinna, Cornelius Lentulus: Schneidewin-Leutsch, Paroemiogr. II S. 369 (aus Augustinus, de grammat.). Friedensburg, Die Symbolik der Mittelaltermünzen I, Berlin 1913 S. 90 verweist auf Gesta Romanorum Kap. 13, 42, 125 und Anhang Kap. 3 der Grässeschen Ausgabe und gibt als Beispiel: „Vier P soll jeder ehren: patriam, parentes, praeceptorem, praetorem“ und die drei Regierungsmittel des Rè Bomba Ferdinand II. von Neapel: farina, forca, festa. Dazu kämen noch die „drei bösen Weh“, die unter König Friedrich I. das Land Preußen plagten: Wartenberg, Wittgenstein, Wartensleben.
[61] Johannes Lydus, De mens. II 8 p. 28 Wünsch: οἱ Πυϑαγορεῖοι τριάδα μὲν ἐν ἀριϑμοῖς ἔν τε σχήμασι τὸ ὀρϑογώνιον τρίγωνον ὑποτίϑενται στοιχεῖον τῆς τῶν ὅλων γενέσεως, dazu Lobeck, Aglaophamus 1345. Delatte, BCH 37 (1913) S. 263 ff. Deltoton als Sternbild bei Aratos 233 und an vielen anderen Stellen; danach heißt es in einem byzantinischen Gesprächbuch: Δέλτα ἀπὸ τοῦ δελτωτοῦ ἐξ ἀστέρων συγϰειμένου. Heinrici, Abhandl. d. sächs. Ges. philos.-histor. Kl. 28 (1911) S. 90, 18. Wortlaut gebessert von Stählin, Byzantin. Zeitschr. 21 (1913) S. 508.
[62] Zu diesem Ausdruck s. unten in dem Abschnitt über Onomatomantie.
[63] Es folgt dann dort eine Deutung der einzelnen Buchstaben auf die Etappen der Schöpfung. Von Π ab gehen die Zeichen auf Christus (p. 271 ff.). Auf S. 114 steht eine Abbildung, wo das Delta-Dreieck als Bild des Kosmos in mehrere Stockwerke eingeteilt ist, die den obersten Himmel, die Wasser des Himmels, das Firmament, die Erde bezeichnen. Zu diesen Stockwerken gibt es nach einer Mitteilung von Dr. C. Jaeger-Straßburg auch äthiopische Belege. In einer Handschrift des Britischen Museums Orient 503 fol. 1 b steht eine Abhandlung über die Schönheit der Schöpfung, worin folgende fünf Stockwerke festgestellt werden: Himmel des Lichtes, das obere Wasser, der Plafond, das untere Wasser, die Erde. Die Einzeichnung in ein Dreieck findet sich dort nicht.
[64] Vgl. Lobeck, Aglaophamus 1341.
[65] Friedensburg, Berliner Münzblätter N. F. 4 S. 25. Martial VII 37, 2.
[66] Friedensburg, Symbolik der Mittelaltermünzen I, Berlin 1913 S. 69 ff.
[67] Albrecht Dieterich, Nekyia S. 182, Kleine Schriften S. 472. Wünsch, Sethianische Verfluchungstafeln S. 98.
[68] Persius III 56 mit Scholien. Lactant. instit. div. VI 3, 6. Servius zu Aen. 6, 136. Ausonius technop. 12. 13 p. 138 Schenkl; Maximinus in Anthol. lat. 632 Riese; Martian. Cap. II § 102; Hieronymus in Eccl. Migne, PL 23, 1091; vgl. Lobeck, Aglaophamus S. 1341, 1344; Dieterich, Nekyia (1893) S. 192; Pascal in den Miscellanea Ceriani (1910) p. 64; Wolfgang Schultz, Philologus 68 (1909) S. 488 ff.