Peritta.
Nicht tot, nur gefangen ist mein Gatte
Drum kam ich zu flehn, daß du bittest den Vater
Ihn zu lösen, zu retten, zu befrein—
Medea hörst du?—
(Zu Gora.)
Sie spricht nicht! Was sinnt sie?
Gora.
Mich überrascht sie nicht minder als dich
Das ist sonst nicht Medeens Sitte.
Peritta.
Was ist das? Trau' ich meinen Sinnen?
Feucht fühl' ich dein Antlitz auf meiner Schulter!
Medea Tränen?—O du Milde, du Gute!
(Küßt Medeens herabhängende Hand.)
(Medea reißt sich empor, faßt rasch mit der rechten Hand die geküßte Linke und sieht Peritten starr ins Gesicht. Dann entfernt sie sich rasch von ihr, sie immer starr betrachtend und nähert sich der Amme.)
Medea.
Gora!
Gora.
Frau?
Medea.
Heiß sie gehn!