Gora.
Was hat deinen Sinn so sehr umwölkt,
Daß du trüb schaust, was klar und deutlich?
Ein Mensch war's, ein Übermüt'ger, ein Frecher
Der hier eindrang
Medea (zurückfahrend).
Ha!
Gora.
Der die Nacht benützend—
Medea.
Schweig!
Gora.
Deine Angst
Medea.
Verruchte schweig.
Gora.
Schweigen kann ich wenn du's gebietest,
Einst mein Pflegling, jetzt meine Frau.
Aber drum ist's nicht anders als ich sagte.
Medea.
Sieh wie du albern bist und töricht!
Wie käm' ein Fremder in diese Mauern?
Wie hätt' ein Sterblicher sich erfrecht,
Zu drängen sich vor Medeas Antlitz,
Sie zu sprechen, ihr zu drohn, mit seinen Lippen—
Geh Unselige, geh
Daß ich dich nicht töte,
Nicht räche deine Torheit
An deinem Leben.
Ein Sterblicher? Scham und Schmach!
Entferne dich, Verräterin!
Geh! sonst trifft dich mein Zorn.
Gora.
Ich rede was ist und nicht was du willst.
Gehn soll ich? ich gehe.
Medea.
Gora, bleib!
Hast du kein freundlichs Wort, du Gute?
Fühlst du denn nicht, so ist's so muß es sein,
(Heimdar) war es, der stille Gott,
Und nun kein Wort mehr, kein Wort, o Gora!