Aietes.
Wohl, du sollst zurück.
Medea.
Dank! tausend Dank! Und nun ans Werk mein Vater!
Aietes.
Absyrtus wähl' aus den Tapfern des Heers
Und geleite die Schwester nach der Felsenkluft—
Weißt du?—wo wir's aufbewahrten—das goldne Vließ!
Medea.
Dorthin? Nein!
Aietes.
Warum nicht?
Medea.
Nimmermehr!
Dorthin, an den Ort unsers Frevels?
Rache strahlet das schimmernde Vließ.
So oft ich's versuch' in die Zukunft zu schauen
Flammt's vor mir wie ein blut'ger Komet,
Droht mir Unheil, findet's mich dort!
Aietes.
Törin! Kein sichrerer Ort im ganzen Lande
Auch bedarf ich dein, zu hüten den Schatz
Mit deinen Künsten, deinen Sprüchen,
Dorthin oder mit mir!
Medea.
Es sei, ich gehorche!
Aber einen Weg sende mich, wo kein Feind uns trifft.
Aietes.
Zwei Wege sind. Einer nah am Lager des Feindes
Der andre rauh und beschwerlich, wenig betreten,
Über die Brücke führt er am Strom, den nimm Absyrtus!
Nun geht!—Hier der Schlüssel zum Falltor
Das zur Kluft führt! Nimm ihn, Medea.
Medea.
Ich? Dem Bruder gib ihn!