(Erfaßt ihre beiden Hände und wendet die sich Sträubende gegen sich, ihr fest ins Gesicht blickend.)
Jason.
Du weinst! Umsonst, ich kenne Mitleid nicht
Mir Aug ins Aug, und sage: nein!—du liebst!
Ich liebe dich, du mich! Sprich's aus Medea!
(Er hat sie ganz gegen sich gewendet. Ihr Auge trifft das seinige.
Sie schaut ihm mit einem tiefen Blick ins Auge.)
Jason.
Dein Auge hat's gesagt, nun auch der Mund!
Sprich's aus Medea, sprich es aus: ich liebe!
Fällt dir's so schwer ich will dich's lehren, Kind.
Sprich's nach: ich liebe dich!
(Er zieht sie an sich; sie verbirgt dem Zuge folgend das Gesicht in seinen Haaren.)
—Und noch kein Wort!
Kein Wort, obschon ich sehe, wie der Sturm
An deines Innern festen Säulen rüttelt.
Und doch kein Wort!
(Aufspringend.)
So hab' es Störrische!
Geh! Du bist frei, ich halte dich nicht mehr!
Kehr' wieder zu den Deinigen zurück,
Zu ihren Menschenopfern, Todesmahlen,
In deine Wildnis, Wilde kehr' zurück,
Geh! Du bist frei; ich halte dich nicht mehr!
Aietes (von innen).
Hierher, Kolcher, hierher!
Jason.
Dein Vater naht.
Sei froh, ich weigre dich ihm nicht.
Argonauten (kommen weichend.
Hinter ihnen) Aietes, Absyrtus (und) Kolcher(, die sie verfolgen.)