Medea.
Halt Vater halt!

Phryxus (niedersinkend).
Es ist zu spät!

Medea.
Was tatst du?

Phryxus (zur Bildsäule empor).
Siehst du's, siehst du's!
Den Gastfreund tötet er und hat sein Gut!
Der du des Gastfreunds heilig Haupt beschützest
O räche mich! Fluch dem treulosen Mann!
Ihm muß kein Freund sein und kein Kind, kein Bruder
Kein frohes Mahl—kein Labetrunk—
Was er am liebsten liebt—verderb' ihn!—
Und dieses Vließ, das jetzt in seiner Hand
Soll niederschaun auf seiner Kinder Tod!—
Er hat den Mann erschlagen, der sein Gast—
Und vorenthält—das anvertraute Gut—
Rache!—Rache!—

(Stirbt. Lange Pause.)

Medea.
Vater!

Aietes (zusammenschreckend).
Was?

Medea.
Was hast du getan!

Aietes (dem Toten das Vließ aufdringen wollend).
Nimm es zurück!

Medea.
Er nimmt's nicht mehr. Er ist tot!