Rustan.
Zanga, komm, und laß uns fort!

Zanga.
Nach dem allen, Herr, und fliehn?
Jetzt, da unsre Bohnen blühn?

Rustan.
Nimmer sollst du mich berücken,
Mich mit fremder Tat zu schmücken.
Und doch könnt' ich's auch nicht sehn,
Erst gepriesen, erst gehuldigt,
Zager Feigheit dann beschuldigt,
Einem andern nachzustehn.

(Nach wiederholtem Hörnerruf kommt nun das Gefolge des Fürsten.
Gülnare, seine Tochter, an der Spitze.)

Gülnare.
Vater! Vater!

König.
Oh, mein Kind!

(Sie stürzen sich in die Arme.)

Zanga (zu Rustan).
Schaut nur, schaut! Seht halb Euch blind!
Gold und Spangen, Perlen, Kleider,
Seht der Hoheit Vollgewalt.

Rustan.
Zanga, jene Lichtgestalt,
Sich um seinen Nacken schmiegend,
Weich in Vaterarmen liegend.
Wie sie atmet, wie sie glüht,
Jede Fiber wogt und blüht.
Nun weist her auf mich sein Blick,
Danket mir der Rettung Glück.
Zanga, nun nicht mehr zurück!
Wär's am Rand mit meinen Tagen;
(Ich) hab jenes Tier erschlagen.

König.
Ja, mein Kind, ein Raub des Todes,
Wenn nicht dieser Jüngling war;
Sieh, so nahe die Gefahr.