Zanga.
Doch früher, Herr,
Laßt die Gegend uns durchspüren,
Ob nicht jener Mann vom Felsen—

Rustan.
Zanga, ich hab's überdacht;
Jener Mann war kein Lebend'ger!
Bote einer höhern Macht,
Kam er in des Schreckens Nöten,
Um zu treffen, um zu töten,
Und entschwand, da er's vollbracht.

Zanga.
Nun, der Dank wär' abgemacht!

Rustan.
Laß ihn Mensch auch sein, wie wir,
Kommen, und sich stellen mir;
Will mit Gold ihn überhäufen,
Fülle auf ihn niederträufen,
Groß ihn machen, groß und reich,
Wenn auch nicht dem Geber gleich,
Stellen auf des Glückes Zinne,
Und wer wirft mir Unrecht vor?
Zanga, denn, was ich gewinne,
Ist nicht das, was er verlor.
Laß ihn tun sie, jene Tat,
Bittend dann nach Lohn sich wenden,
Man gibt Gold mit spröden Händen,
Und er geht, wie er genaht.
Doch bei mir, mit mir war's anders:
Unerklärt, ein dunkles Etwas,
Zog des Vaters, zog der Tochter—
Oh, des Weibs voll hehrem Sinn!
Beider Blicke nach mir hin.
Gleich gilt nicht von gleichem Scheine,
Und ich nehme nur das Meine.
Komm und fort, dem Glücke nach!
Heut ums Jahr ist auch ein Tag.

Zanga.
Herr, ach Herr!

Rustan.
Was ist?

Zanga.
O schaut!

(Der Mann, dessen Wurf die Schlange getötet, ist hinter dem Felsen hervor und in den Vorgrund rechts getreten. Er hat den ihn umhüllenden braunen Mantel auf die Moosbank gelegt, und steht nun in kurzem schwarzem Leibrocke, nackten Armen und Beinen, mit schwarzem Bart und Haar, das Antlitz leichenblaß, da.)

Rustan.
Ha! wie mir's im tiefsten graut!

Zanga. 's ist derselbe, dessen Speer Jenes Tier, vom Felsen her—