Zanga.
Oben, oben, auf dem Felsen.

König.
Oben, recht! Je mehr ich sinne,
Um so widerlicher wird's.
Auf dem Felsen, klein und bleich,
Eingehüllt in braunen Mantel,
Und die Stimme—

(Die vorigen Klagelaute wiederholen sich.)

König.
Pfui des Lauts!
Schafft sie fort, die ekle Stimme,
Die Erinnerung mit ihr.

(Zanga geht ab.)
(Ein Diener hat Wein gebracht.)

König.
Hier ist Wein. Komm, laß uns trinken!
Weg es waschen dieses Bild!
Was ich damals dumpf geträumt,
Lieblich hat's den Platz geräumt
Dem Erfreulichen, dem Wahren.
Wo sich Götter offenbaren,
Kündigt sie ein Schauder an,
Daß, wenn ein die Mächt'gen fahren,
Schon die Pforten aufgetan.
Hier ist Wein. Komm, laß uns trinken!
Und noch diesen Abend sollen
Laute Zimbeln und Trommeten
Hoch von dieser Feste Türmen
Es in alle Lüfte stürmen,
Daß du Erbe mir und Sohn.
Ja, du Edler, ja, du Guter,
Schutzgeist, Lebensretter du,
Sieh dein Vater trinkt dir's zu!

(Indem er den Becher emporhebt und Rustan sich vor ihm auf ein Knie niederläßt, kommt Zanga eilig zurück; hart hinter ihm ein Kämmerling.)

König (einhaltend).
Was begab sich?

Zanga (zu Rustan leise).
Herr, nur Mut!

König.
Soll ich länger noch erwarten—?