Kämmerling.
Herr, die Stadt beinah in Aufruhr.
König (den Becher abgebend).
Aufruhr? Torheit! Und warum?
Kämmerling.
Herr, die Wellen des Tschihun,
Die an unsern Mauern nagen,
Haben auf den flachen Sand
Eines Mannes Leib getragen,
Der durch Mord sein Ende fand.
König.
Laßt sie das dem Richter klagen!
Kämmerling.
Und der Mann, er ward erkannt
Als derselbige mit jenem,
Den, aus deiner Kämmrer Scharen,
Nie hat man den Grund erfahren,
Du vorlängst vom Hof verbannt.
König.
Wohl, ich weiß.—Doch diese Laute?
Schaurig, widrig, wirren Klanges—?
Kämmerling.
Herr, es ist sein alter Vater,
Den du kennst, der stumme Mann;
Eine Schrift in seinen Händen,
Fleht er um Gericht dich an.
König.
Wohl, es sei ihm, doch er schweige!
Rustan!
Rustan.
Herr!
König.
Du kanntest nie
Jenen Mann, der nun getötet?