(Er ergreift den auf dem Tischchen rechts stehenden Becher und drückt ihn der Alten in die Hand.)
Die Alte.
Hi, hi, hi! Hast dich vergriffen!
Dort steht er, der edle Trank.
Das hier ist ja Saft der Trauben.
(Sie trinkt.)
Wie das labt—wie das erquickt!
(Den Becher umwendend.)
Leer und aus!—Nu, dir zum Heile!
Und den Becher mir zum Lohn.
(Sie steckt den Becher in ihr Gewand.)
Wohlgemut, mein teurer Sohn.
Nicht die Hand vors Aug' geschlagen!
Was dir kommt, das mußt du tragen,
Eine Leiche, auf dem Thron.
Bist nun deines Schicksals Meister,
Sprichst ein Wort im Rat der Geister,
Trägst dein eigen Los davon. Horch! man kommt. Nun, ich will
gehen.
Unbesorgt! Sie sehn mich nicht.
Ob gleich alle zu mir flehen,
Scheut doch jeder mein Gesicht.
Sieh dort offen eine Spalte
In des Zeltes dünner Wand,
Raums genug für eine Alte.
Nun, mein Sohn, die Zukunft walte!
Glück, Entschlossenheit, Verstand!
(Sie hinkt nach der rechten Seite des Zeltes und zieht sich hinter die Umhänge des dort stehenden Ruhebettes zurück, blickt noch einmal, die Vorhänge aufhebend, hervor und wird dann nicht mehr gesehen.)
Rustan.
Sieh! wo kam sie hin, die Alte?