Ziehe hin, denn du bist frei!
Nimm dir eins der beiden Pferde.
Was des Säckels Inhalt faßt,
Den ich gab als Reisezehrung,
Es sei dein, nur aber scheide!
Zanga.
Wirklich frei?
Massud.
Du bist's!
Zanga (gegen Rustan).
Was sag ich?
Rustan.
Zeig den Dank, indem du gehst.
Zanga.
Ich benütz die erste Freude.
Lebt denn wohl, ihr Guten beide!
Schöne Jungfrau, seid bedankt.
Und nun fort, durch Busch und Heide!
(Mit einem Sprung zur Türe hinaus.)
Rustan (der aufgestanden ist).
Nun zur letzten meiner Bitten!
Gestern abend, noch beim Scheiden,
Ließest du mich hoffen, glauben,
Daß hier diese, deine Tochter—
Massud.
Davon schweig, und sprich nicht weiter!
Dies mein Haus und jede Gabe
Teil ich mit dem Reu'gen gern,
Doch was mehr als Haus und Habe,
Meines Lebens tiefsten Kern,
Damit laß für jetzt mich sparen,
Bis die Zeiten offenbaren,
Ob, was floh, auf immer fern.
Rustan.
Oheim, wie? und du kannst zweifeln?