Es ist genug.
Hero (mit Beistand sich aufrichtend).
Genug?
Meinst du? genug!—Was aber soll ich tun?
Er bleibt nicht hier, ich soll nicht mit.
Ich will mit meiner Göttin mich beraten.
Janthe, leite mich zu ihrem Thron.
So lang berührt ihn nicht.
(Zu Naukleros.)
Versprich es mir!
Gib mir die Hand darauf.—Ha, zuckst du? Gelt!
Das tat mir der, dein Freund!—Du bist so warm.
Wie wohl, wie gut!—Zu leben ist doch süß!
Nun aber laß!—Wer wärmt mir meine Hand?
Janthe komm!—Doch erst zieh mir den Schleier
Hinweg vom Aug'!
Janthe. Kein Schleier deckt dein Haupt.
Hero.
Ja so!—Komm denn!—Und ihr berührt ihn nicht!
Janthe (die Heron angefaßt hat, zum Priester).
O Herr, der Frost des Todes ist mit ihr!
Priester.
Ob Tod, ob Leben, weiß der Arzt allein.
Janthe (Heron leitend).
Sieh hier!—Heb nur den Fuß!—Du wankst. Nur hier!
(Hero besteigt von Janthen geführt, die Stufen. Ein Teil der
Jungfrauen folgt ihr, sich in einer herablaufenden Reihe auf der
rechten Seite aufstellend, die übrigen treten unten auf die linke
Seite, so daß die Tragbahre von ihnen verdeckt wird.)