(Zu Hero.)

Du aber nimm den Krug und komm!

(Da die Jünglinge ihr helfen wollen.)

Laß nur!
Dort gehen Dienerinnen.

(Er winkt nach links in die Szene.)

Und so folg!
Im Tempel harrt noch mancherlei zu tun.

(Hero an der Hand führend, nach der linken Seite ab.)

Janthe (die indessen gekommen ist).
Was habt ihr angerichtet, schöne Fremde?
Ich sah euch wohl von fern. Nun aber eilt!
Wer hieß euch auch mit euerm raschen Werben
Der Priestrin nahn, die schon dem Dienst geweiht?
Wär' ich ein Mann, ich suchte gleich für gleich.

(Mit den Krügen ab.)

Naukleros (dem Priester nachsprechend).
Selbstsücht'ger, Eigenmächt'ger, Strenger, Herber!
So schließest du die holde Schönheit ein,
Entziehst der Welt das Glück der warmen Strahlen
Und schmückst mit heil'gem Vorwand deine Tat?
Seit wann sind Götter neidisch mißgesinnt?
Daheim auch ehrt man Himmlische, bei uns;
Doch heiter tritt Zeus' Priester unters Volk,
Umgeben von der Seinen frohen Scharen,
Und segnet andre, ein Gesegneter.
Ihr aber habt's ererbt von Morgen her,
Den schnöden Dienst mißgünst'ger Indusknechte
Und hüllet euch in Greuel und in Nacht.
Doch ist's nun so. Drum komm, Unglücklicher!