Hier drückt es, hier. Hat mich ein Stein verletzt?

(Auch den zweiten Fuß an sich ziehend, in halbliegender Stellung.)

Wie süß, wie wohl!—Komm Wind der Nacht
Und kühle mir das Aug', die heißen Wangen!
Kommst du doch übers Meer, von ihm.
Und, oh, dein Rauschen und der Blätter Lispeln,
Wie Worte klingt es mir: von ihm mir, ihm, von ihm.
Breit aus die Schwingen, hülle sie um mich,
Um Stirn und Haupt, den Hals, die müden Arme,
Umfaß, umfang! Ich öffne dir die Brust.—
Und kommt er, sag es an!—Leander—du?—

(Pause.)

(Der Tempelhüter kommt lauschend auf den Zehen, hinter ihm der
Priester, der am Eingange des Turmes stehenbleibt.)

Tempelhüter (sich der Ruhebank nähernd, mit gedämpfter Stimme).
Hero!—Sie schläft!—

Priester. Vom Turme strahlt das Licht.
Der Götter Sturm verlösche deine Flamme.

(Er geht in den Turm.)

Tempelhüter.
Was sinnt er nur? Mir wird so bang und schwer.
Wenn ich nicht sprach; und doch, wie konnt' ich anders?
Dort gehen Männer mit des Fischzugs Netzen.

(Sich der rechten Seite nähernd.)