Graf.
Jaromir, was ficht dich an?

Jaromir.
Ach verzeiht! Kaum weiß ich's selber!
Es ward mir die Jagdlust rege
Bei der fröhlichen Erzählung
Wie die Netze sei'n gestellt
Und nun bald das Wild gefällt.

Graf (zum Hauptmann).
Ihr verzeihet wohl, mein Herr,
Seht, der Unfall dieser Nacht,
Und dann noch so manches andre,
Hat sein Wesen so zerrüttet,
Daß er kaum er selber noch.

Hauptmann.
So bewegt, in dieser Stimmung
Ist nicht von Beleidigung,
Von Verzeihen nicht die Rede.
Pflegt der Ruhe, Herr von Eschen.
Unser widriges Geschäft,
Hat's gleich seine gute Seite,
Taugt für kein bewegt Gemüt.

Berta.
Wohl, mein Lieber, folge mir.

Jaromir.
Nicht doch! Laß mich! Laß mich! Sieh,
Mir ist wohl, wahrhaftig wohl.

Hauptmann.
Uns geziemt es vorzuschlagen,
Anzunehmen steht bei Euch,
Und so nehm ich denn jetzt Urlaub
Zu vollenden mein Geschäft.

Graf.
Doch Herr, kennt Ihr auch die Räuber?
Daß Ihr arglos stille Wandrer
Nicht belästigt ohne Not.

Hauptmann.
Kennen? Ich nicht. Denn im Dunkeln
Überfielen wir sie heute,
Und in Kampfes blut'gem Ringen
Sieht man auf der Feinde Klingen
Mehr als auf ihr Angesicht:
Doch im Vorgemache draußen
Harret einer meiner Leute,
Der, von seinem Trupp getrennt,
Einst in ihre Hand geraten,
Der oft Zeuge ihrer Taten,
Und die Räuber alle kennt.
Heda! Holla!

(Soldat kommt.)