Wohin seid ihr goldne Tage?
Wohin bist du, Feenland?
Wo ich ohne Wunsch und Klage,
Mit mir selber unbekannt,
Lebte an der Unschuld Hand.

Wo ein Hänfling meine Liebe,
Eine Blume meine Lust,
Und der schmerzlichste der Triebe
Noch ein Fremdling dieser Brust.

War der Himmel auch umzogen,
Heiter strahlte doch mein Sinn
Und auf spiegelhellen Wogen
Taumelte das Leben hin.

Spielend in dem Strahl der Sonne,
Lockte mich des Bechers Rand,
Und ich trank der Liebe Wonne
Und ihr Gift aus seiner Hand.

Seit sein Arm mich hat umwunden,
Seit ich fühlte seinen Kuß,
Ist das Feenland verschwunden
Und auf Dornen tritt mein Fuß;

Dornen, die zwar Rosen schmücken,
Aber Dornen, Dornen doch,
In dem glühendsten Entzücken
Fühl ich ihren Stachel noch.

Sehnend wünsch ich seine Nähe,
Und er kommt. Wie jauchzt die Braut!
Doch wie ich ins Aug' ihm sehe,
Werden innre Stimmen laut,

Tief im Busen scheint's zu sprechen
Wenn mein Blick in seinem ruht,
Deine Liebe ist Verbrechen,
Gottverhaßt ist diese Glut.

Jenes dumpfe, trübe Brüten,
Seines Auges starrer Blick,
Scheint Entfernung zu gebieten
Und ich bebe bang zurück.

Doch will ich mich ihm entziehen,
Trifft sein Blick mich weich und warm,
Mit dem Willen zu entfliehen,
Flieh ich nur in seinen Arm,