Boleslav.
Ja, mein Herr!

Hauptmann.
Er ist nicht hier!

Soldat.
Herr, an jenem kleinen Fenster
Sah ich es von weitem blinken,
Und es wollte mich bedünken,
Daß ein Mensch in voller Hast
Durch die enge Öffnung steige.
Und ich wette, Herr, er war's;
In des Schlosses innern Gängen
Suchet er wohl Sicherheit.

Hauptmann.
Wohl, nicht mehr kann er entweichen,
Wo er sei, an jedem Ort
Soll die Rache ihn erreichen.
Und nun folgt mir! Eilig fort!

(Ab mit den Soldaten.)

Grabgewölbe.

Im Hintergrunde das hohe Grabmal der Ahnfrau mit passenden Sinnbildern.
Rechts im Vorgrunde eine Erhöhung, mit schwarzem Tuch bedeckt.

Jaromir (kommt).
So! Hier bin ich!—Mutig! Mutig!—
Schauer weht von diesen Wänden,
Und die leisgesprochnen Worte
Kommen meinem Ohre wieder
Wie aus eines Fremden Mund.—

Wie ich gehe, wie ich wandle,
Ziehet sich ein schwarzer Streif,
Dunkel wie vergoßnes Blut
Vor mir auf dem Boden hin,
Und ob gleich das Innre schaudert,
Sich empöret die Natur,
Ich muß treten seine Spur.

(Seine Hände begegnen sich.)