König.
Ich glaub's, ich glaub's! (Auf Rahel zeigend.) Und diese?
Esther.
Meine Schwester!
König.
So nimm sie denn und bring sie fort.
Rahel (da Esther sich ihr nähert).
Nein, nein!
Sie fassen mich, sie führen mich hinaus
Und töten mich!
(Mit den Händen auf den abgelegten Schmuck zeigend.)
Hier ist mein Lösegeld,
Hier will ich bleiben und ein wenig schlafen.
(Die Wange an des Königs Knie gelegt.)
Hier ist die Sicherheit, hier ruht sich's gut.
Königin.
Wollt Ihr nicht gehn?
König.
Ihr seht, ich bin gefangen!
Königin.
Seid Ihr gefangen, bin ich frei. Ich gehe.
(Mit ihren Frauen ab.)
König.
Nun noch auch das! Mit ihrem Züchtigtun
Erschaffen sie, was sie entfernen möchten.
(Zu Rahel streng.) Ich sage dir, steh auf!—Gib ihr ihr Tuch
Und laß sie gehn.
Rahel.
O Herr, nur noch ein Weilchen—
Die Glieder sind gelähmt—ich kann nicht schreiten.
(Den Ellbogen aufs Knie und den Kopf in die Hand gestützt.)