König.
Ein hübscher Schild!
Somit denn geht mit Gott. Und—Garceran,
(leiser) Ich wünschte nicht, daß diese hier mein Schützling,
Durch irgendwie zudringlich kühne Possen
Beleidigt, je gestört—
Rahel (die Hand an die Stirne gelegt).
Ich kann nicht gehn.
König (da ihr Garceran den Arm bieten will).
Wozu den Arm? Laß sie die Schwester führen.
Du, alter Mann, bewahre deine Tochter,
Die Welt ist arg, so hüte deinen Schatz.
(Rahel und die Ihrigen, von Garceran begleitet, ab.)
König (ihnen nachsehend).
Sie wankt noch immer. All ihr ganzes Wesen
Ein Meer von Angst in stets erneuten Wellen.
(Mit dem Fuß auftretend.)
Hielt sie den Fuß mir doch so eng umklammert
Daß er fast schmerzt.—Im Grunde wunderlich,
Ein feiger Mann er wird mit Recht verachtet
Und dies Geschlecht ist stark erst wenn es schwach.
Ah, Almirante, was sagt Ihr dazu?
Manrique.
Ich denke, hoher Herr, daß meinen Sohn
Ihr eben jetzt so fein als streng bestraft.
König.
Bestraft?
Manrique.
Als Hüter ihn bestellend diesem Pöbel.
König.
Die Strafe, Freund, ist, denk ich, nicht so hart.
Ich selbst hab nie nach Weibern viel gefragt,
(auf das Gefolge zeigend)
Doch diese Herrn sind etwa andrer Meinung.