Rahel.
Nein, nie betret ich, nimmermehr ein Schiff
(Des Königs Arm ergreifend.)
Erlaubt, mein hoher Herr! Ich bin so schwach
Und fühlt, mein Herz es schlägt, als wär's im Fieber.

König.
Die Furcht ist Weiberrecht, doch Ihr mißbraucht's.

Rahel.
Und nun entzieht Ihr mir hartherzig Eure Stütze
Auch dieses Gartens Gänge, nicht mit Sand,
Mit scharfen Steinen sind sie roh bestreut,
Für Männertritt und nicht für Frauenschritte.

König.
Legt einen Teppich ihr und macht ein Ende.

Rahel.
Ich fühl es wohl, ich bin Euch nur zur Last.
O wäre meine Schwester nur erst hier
Denn ich bin krank und sterbens-todes-matt.
Nur diese Kissen hier?
(Die Kissen in der Laube heftig untereinanderwerfend.)
Nein, nein, nein, nein!

König (lachend).
Die Mattigkeit, zum Glück, läßt etwas nach.
(Garceran erblickend.)
Ah Garceran! Sieh nur, sie ist ein Kind.

Garceran.
Ein sehr verwöhntes, scheint's.

König.
So sind sie alle.
Es steht ihr wohl.

Garceran.
Nachdem nun der Geschmack.

König.
Sieh Garceran, ich fühle ganz mein Unrecht
Doch weiß ich auch, daß eines Winkes nur,
Es eines Worts bedarf, um dieses Traumspiel
Zu lösen in sein eigentliches Nichts.
Und also duld ich es, weil ich's bedarf
In diesen Wirren, die ich selbst verschuldet.
Wie steht's im Heer?