(Ein Diener kommt.)
Diener.
Don Garceran.
Manrique.
Und wagt es der Verräter?
Sagt ihm—
Diener.
Im Auftrag Seiner Majestät.
Manrique.
Das ist ein anderes. Und wär 's mein Todfeind,
Er hat mein Ohr spricht er des Königs Worte.
(Garceran tritt ein.)
Manrique.
Sagt Euern Auftrag und dann: Gott befohlen.
Garceran.
Erlauchte Königin und Ihr, mein Vater,
Zugleich Ihr andern, dieses Landes Beste,
Ich fühl am heut'gen Tag, wie niemals sonst,
Daß das Vertraun der Güter köstlichstes
Und Leichtsinn, wenn auch keiner Schuld bewußt,
Verderblicher und lähmender als Schuld,
Da einen Fehltritt man denn doch verzeiht,
Der Leichtsinn aber alle stellt in Aussicht.
Und so, am heut'gen Tag, ob rein mich fühlend,
Steh ich als ein Bemakelter vor Euch,
Den Unbedacht abbüßend meiner Jugend.
Manrique.
Davon ein andermal. Jetzt Euern Auftrag.
Garceran.
Der König löst durch mich den Landtag auf.