(Don Manrique erscheint in der Mitteltüre. Die Königin zeigt mit gerungenen Händen nach ihrem Gatten. Manrique zieht sich mit einer beruhigenden Bewegung beider Hände zurück.)
Erkühnt er sich dem König vorzuschreiben
Die hausgebacknen Lehren seiner Weisheit?
Wohl gar zu heimlicher, verwegner Tat—?
(In der Quere der Bühne auf und nieder gehend.)
Ich will das untersuchen, ich, als Richter
Und zeigt sich eine Spur nur von Vergehn,
Von frevelhafter Absicht oder Tat,
Je näher mir der Schuldige, ja nächst,
Nur um so härter büß' er sein Erkühnen.
Nicht du, Lenore, nein, du bist entschuldigt.
(Die Königin hat sich während des letzten leise durch die Seitentüre rechts entfernt.)
Wo ging sie hin? So läßt man mich allein?
Bin ich der Tor in meinem eignen Haus?
(Er nähert sich der Seitentüre rechts.)
Ich will zu ihr!—Die Tür verschlossen?
(Die Türe mit einem Fußtritt sprengend.)
Auf!
So nehm ich mir im Sturm mein häuslich Glück.
(Er geht hinein.)
(Don Manrique und Garceran erscheinen in der Mitteltüre. Letzterer macht einen Schritt über die Schwelle.)
Manrique.
Willst du mit uns?
Garceran.
Mein Vater!
Manrique.
Willst du nicht?
Die andern sind voran. Folgst du?
Garceran.
Ich folge.
(Sie ziehen sich zurück, die Türe geht zu.—Pause.—Der König kommt zurück. In der Stellung eines Horchenden.)