König.
Ha! nach Retiro? Fällt's wie Schuppen doch
Von meinen sehenden und blinden Augen.
Das ist der Mord! Sie gehen, sie zu töten.
Mein Pferd! Mein Pferd!

Knappe.
Das Eure, hoher Herr,
Ward als gelähmt, wie selber Ihr befahlt—

König.
Nun denn ein andres, Garcerans, das deine.

Knappe.
Man hat die Pferde sämtlich weggebracht,
Mit sich geführt, vielleicht gejagt ins Freie.
Die Ställe sind geleert so wie das Schloß.

König.
Sie denken mich zu überholen. Fort!
Schaff mir ein Pferd, und wär's ein Ackergaul,
Es soll ihm Flügel leihen meine Rache.
Und wenn's geschah?—Dann, guter Gott, dann gib,
Daß ich nicht als Tyrann, daß ich als Mensch
Die Schuld bestrafe und die Schuldigen.
Schaff mir ein Pferd! Sonst bist du einverstanden
Und zahlst mit deinem Kopf, wie alle,
(an der Türe stehenbleibend, mit einer heftigen Bewegung)
alle! (Er eilt fort.)

(Der Vorhang fällt.)

Fünfter Aufzug

Saal im Schlosse zu Retiro mit einer Mittel- und zwei Seitentüren.
Überall Zeichen der Zerstörung. Links im Vorgrunde ein umgestürzter
Putztisch mit zerstreutem Geräte. Rechts im Hintergrunde ein gleichfalls
umgeworfener Tisch, darüber ein Gemälde, halb aus dem Rahmen herausgerissen.
In der Mitte des Gemachs ein Stuhl. Es ist dunkel.

Von außen, hinter der Mittelwand, Geräusch von Stimmen, Fußtritte und
Waffengeklirr, endlich.

Von außen.
Es ist genug! Das Zeichen tönt! Zu Pferde!