Garceran.
Doch auch verbuhlt und leicht, voll arger Tücken.
König.
Und das verschwiegst du mir als es noch Zeit?
Garceran.
Ich sagt' es Euch.
König.
Und ich hab's nicht geglaubt?
Wie kam das? Sag nur an!
Garceran.
Die Königin
Sie rät auf Zauberei.
König.
Das ist der Aberglaube,
Der nachglaubt, was er erst sich vorgeglaubt.
Garceran.
Zum Teil war's freilich wieder auch natürlich.
König.
Natürlich ist zuletzt nur was erlaubt.
Und war ich nicht ein König, mild, gerecht?
Der Abgott meines Volks und all der Meinen.
Nicht leer an Sinn, und blind auch nicht vor allem.
Ich sage dir: sie war nicht schön.
Garceran.
Wie meint Ihr?
König.
Ein böser Zug um Wange, Kinn und Mund,
Ein lauernd Etwas in dem Feuerblick
Vergiftete, entstellte ihre Schönheit.
Betrachtet hab ich mir's und hab verglichen.
Als ich dort eintrat, meinen Zorn zu stacheln,
Halb bange vor der Steigrung meiner Wut,
Da kam es anders als ich mir's gedacht.
Statt üpp'ger Bilder der Vergangenheit
Trat Weib und Kind und Volk mir vor die Augen.
Zugleich schien sich ihr Antlitz zu verzerren,
Die Arme sich zu regen mich zu fassen.
Da warf ich ihr ihr Bild nach in die Gruft
Und bin nun hier und schaudre, wie du siehst.
Nun aber geh! Hast du mich doch verraten,
Fast tut mir leid, daß ich Euch strafen muß.
Tritt hin zu deinem Vater, zu den andern.
Kein Unterschied, denn alle seid Ihr schuldig.