Don Cäsar. Nein Herr, denn sie betrog mich.

Rudolf. Meinst du?
Cäsar, solang die ew'gen Sterne kreisen,
Betrügt der Mann das Weib.

Don Cäsar. Zum mindsten war's so,
Mit einer Frau, die mir gar nah verwandt.

Rudolf. Die dir verwandt? So kennst du deine Mutter?
Und kennst du den, der dir das Leben gab?
Sag ja! sag ja! und ewiges Gefängnis,
Entfernt vom Strahl des gottgegebnen Lichts—
So haben in den Sternen sie's gelesen:
Je näher mir, mir um so grimmrer Feind.
Und also steht er da, hohnlachend, trotzend,
Wie einst der Teufel vor des Menschen Sohn.
Fort dieses Lachen, fort!—Gib deine Waffen!
Nehmt ihn gefangen!—Wie, ihr zögert? weilt?
So will ich selbst mit meiner eignen Hand
(Zu einem Trabanten, der zu äußerst rechts steht.)
Leih deine Partisan mir, alter Freund!
Daß ich—

(Indem er den Stock fallen läßt, um nach der Partisane zu greifen, wankt er und ist im Begriff zu fallen. Die Umstehenden eilen herzu, ihn zu unterstützen.)

Legt ihr die Hand an mich? Rebellen ihr!
Yo soy el emperador! Der Kaiser ich!
Bin ich verkauft im Innern meiner Burg,
Und ist kein Schirmer, ist kein Helfer nah?

(Erzherzog Ferdinand erscheint in der Türe.)

Erzherzog Ferdinand. Viel Glück ins Haus!—Wie, Eure Majestät?
Was ist? Was war? Wer sagt's?

Don Cäsar (zu Rumpf, der ihn zu begütigen strebt).
Mich kümmert's wenig,
Ob tausend Teufel mir entgegen grinsen!

Erzherzog Ferdinand (zu Don Cäsar, die Hand leicht ans Schwert gelegt).
Geht junger Mensch! Ihr lernt sonst einsehn,
Daß uns der Böse nah, wenn man ihn ruft.
Fort Ihr! und ihr!