(Mit dem Stocke auf den Boden stampfend. Die Hofleute kommen zurück.)
Rudolf. Die Kinderzeiten werden wieder wahr,
Und mich umschaudert's wie Gespensterglauben.
(Zu Erzherzog Ferdinand.)
Weilt Ihr noch länger hier bei uns in Prag,
Treibt's Euch zurück vielleicht schon nach der Heimat?
Erzherzog Ferdinand. Ich reise nächst, wenn manches erst geschlichtet (lebhaft) Und meinen Bruder ich Euch vorgestellt.
Rudolf. So ist der Leupold da? Wo ist, wo weilt er?
Rumpf. Im Schloßhof tummelt er das türk'sche Roß,
Das Ihr gekauft und das Don Cäsar schulte.
Sie jubeln, daß der Erker widerhallt.
Rudolf. Sie jubeln? Tummelt? Ein verzogner Fant,
Hübsch wild und rasch, bei Wein und Spiel und Schmaus.
Wohl selbst bei Weibern auch; man spricht davon.
Allein er ist ein Mensch. Ich will ihn sehn,
Den Leupold sehn! Wo ist er? Bringt ihn her!
(Einige sind gegangen.)
Rudolf (zu Ferdinand).
Beliebt's Euch unterdessen, die Gemächer,
Die man Euch hier bereitet, zu besehn?
Wo bleibt der Range? Warum kommt er nicht?
Erzherzog Leopolds Stimme (von außen).
Senjor!
Rudolf. Aha, er ruft.—Was gibt es dort?