Leopold. Nicht bis ich weiß:
Ob mit des Kaisers Willen, ob entgegen
Wir uns vereinen hier zu Spruch und Rat.

Mathias (nach einer Pause).
Sagt etwas, Klesel!

Klesel. Wenn ich also darf:
Es will gewiß der Mensch sein eignes Bestes.
Wird nun des Kaisers Bestes hier beraten,
Kann man noch zweifeln, ob es auch sein Wille?

Leopold. Ich aber will nur was ich selber will,
Und Herrscher heißt wer herrscht nach eignen Willen.

Mathias. Man merkt es wohl, Ihr sucht des Kaisers Gunst

Leopold. Wer sie nicht wünscht ist nicht sein Untertan.

Mathias. Doch hängt ein Nebenvorteil manchmal noch
Der Demut an, die nur Gehorsam schien.

Ferdinand. Komm Bruder Leopold, es soll nicht heißen,
Daß wir aus Gräz Gerüchten Nahrung geben,
Die Erberschleichung gegen das Gesetz
Auf unsers Hauses Wappenmantel spritzen.

Leopold. So will ich hören denn, doch sitzen nicht.

Mathias. Wie's Euch beliebt.