(Der Mann beschäftigt sich im Hintergrunde.)

Wo schüttest du die Kohlen hin? Carajo!
Scheint's doch du willst mir die Retorte füllen
Und nicht den Herd. Verwünschter Schlingel!
Bist du bezahlt zu Tode mich zu ärgern?

Der Mann (nach vorn kommend, seine Mütze abnehmend und sich auf ein
Knie niederlassend).
Verzeiht, o Herr, ich bin's nur nicht gewohnt.

Rudolf. Du bist nicht Martin!—Fuego de Dios!

(Der Mann hat auch das Wams geöffnet.)

Rudolf. Ah—Herzog Julius von Braunschweig Liebden!
Wie kommt Ihr her? und doch zumeist
(Mißtrauisch mehrere Schritte zurücktretend.) Was wollt Ihr?

Herzog Julius. Seit vierzehn Tagen such ich Audienz
Und konnte nun und nimmer sie erhalten,
Da griff ich in der Not zu dieser List.
Verzeiht dem Treuen der es gut gemeint.

Rudolf. Ha, ha, ha, ha! Kein übler Spaß! Steht auf!
Ihr könnt nun wenigstens dem Volk bestätigen,
Daß ich noch lebe, was man, heißt's, bezweifelt.

Julius (der aufgestanden ist).
Bezweifelt, und mit Recht.

Rudolf. Ja alter Freund,
Damit ich lebe muß ich mich begraben,
Ich wäre tot, lebt' ich mit dieser Welt.
Und daß ich lebe ist vonnöten Freund.
Ich bin das Band, das diese Garbe hält,
Unfruchtbar selbst, doch nötig, weil es bindet.