(Ein Diener kommt eilig.)

Diener.
O Herr, mein Herr!

Arzt.
Wer ruft?

Diener.
Der Prinz—

Königin.
Was ist?

Diener.
Der Prinz—Ihr wart kaum fort, da kam der Wärter
Mit Arzenein, die wies der Prinz zurück,
Gebot jedoch dem Mann, die Ader ihm
Am dargereichten Arm zu öffnen. Jener
Verweigert's. Da ergreift der Herr den Dolch,
Und schleudert ihn. Am Haupte hart vorbei
Flog hin das Messer, daumtief in die Wand.

Königin.
Es ist genug! Das Rasen hab ein Ende!
Zu Eurem Kranken kommt: aus meinen Zimmern
Führt ein geheimer Gang uns nach den seinen.
Ob Wahrheit, oder Wahn, ob Kraft, ob Ohnmacht,
Es sei im klaren, und es sei geheilt.
Was von Geschäften hier, soll meiner harren.
Auch Gräfin Erny, heißt herein sie treten,
Und mich erwarten. Bald kehr ich zurück.

(Mit dem Arzte durch die Seitentüre ab.)

* * * * *

Zimmer des Prinzen. Der Mittelgrund ist durch einen breiten Mauerbogen, und daran herabhängenden Vorhang geschlossen, der in ein inneres, alkovenartiges Gemach führt. In der, nach vorn gekehrten, Verkleidung des Bogens, auf der linken Seite, eine Tapetentüre. Im Vorgrunde rechts, eine Seitentüre, in deren Getäfel ein blanker Dolch steckt. Gegenüber ein Tisch und Stuhl.