Erny.
Allein, die Worte!
Des argen Liedes Worte, die sie sangen.
Bancbanus.
Ich achtete nicht drauf und rate dir ein Gleiches.
Der Vorzug ist's der Worte vor den Taten,
Sie schäd'gen nur, wenn man sich ihnen leiht.
Nun laß von anderm uns, von Nöt'germ sprechen.
Der König zieht nach Halisch mit dem Heer,
Des Reiches alte Rechte zu bewahren;
Mit Tagesanbruch will er heute fort,
Ich bin beschieden, samt den andern Räten,
Zu hören noch sein königlich Gebot.
Ich geh aufs Schloß.
Erny.
Wie? jetzt?
Bancbanus.
Warum denn nicht?
Erny.
Jetzt, da das Haus von jenen tollen Haufen
Umlagert steht?
Bancbanus.
Mein Kind, gib dich zufrieden!
Die lauten Kläffer scheu ich nicht zumeist!
Ich geh in meines Königs Dienst und Auftrag;
Und dann: hätt' ich dies Haupt an sechzig Jahre
Aufrecht getragen unter Sturm und Sonne,
Damit ein junger Fant sich mutig fühlte,
Zu mehr, als drauß zu lärmen vor der Tür?
(Auf die Brust schlagend.)
Sei ruhig, Kind, mein Wächter geht mit mir.
Ich also will nach Hofe. Du indes,
Wenn's anders dir gefällt, zieh dich zurück
Ins Innere des Hauses, hörst du wohl?
Verlischt das Licht hier, und ermangelt Antwort,
So wird der Poltrer seines Polterns satt
Und geht zuletzt von selbst. Willst du, mein Kind?
Erny.
Wie gern!
Bancbanus.
Nun denn, leb wohl! Noch einen Kuß!
Doch nein! So aufgeregt, das hieße rauben,
Komm ich zurück, so gibst du ihn wohl selbst!
Erny (in seine Arme eilend).
Mein Gatte!
Geschrei (auf der Gasse).
Bancbanus! Ho Bancbanus!