Simon.
Zur Hölle, ja!
Erster Edelmann.
Weh mir!
(Er fällt. Die Anhänger des Prinzen werden nach dem Hintergrund gedrängt. —Bancbanus kommt, den Knaben an der Hand, fliehend aus dem Gange. Bald hinter ihm dringen ungarische Krieger, auf demselben Wege, heraus, und mischen sich unter die im Hintergrund Kämpfenden.)
Bancbanus (im Vorgrunde links).
Der Ausgang ist besetzt, und kein Entrinnen.
Man kämpft, man ficht. Wo berg ich meinen Schatz?
Ei ja! duck dich, mein Herrlein! duck dich, Kind!
Der Mantel da hat Raum für unser beide.
Und rühr dich nicht, und halt den Atem an.
(Er legt sich zu dem Knaben am Boden hin, und zieht seinen dunkeln Mantel über ihn und sich.—Das Gefecht, wieder nach vorn kommend, dauert fort.)
Fünfter Aufzug
Freie Gegend. Im Hintergrunde Hügel mit Aufgängen von beiden Seiten.
Bancbanus kommt auf einen Stab gestützt, den kleinen Bela an der Hand führend, von der rechten Seite. Herzog Otto mit bloßen Füßen, unbedecktem Haupte, und zerrißnen Kleidern folgt ihm in einiger Entfernung.
Bancbanus.
Verfolgst du mich auf jedem meiner Schritte?
Stieß ich nicht ein-und zweimal dich zurück?
Wie kamst du in das Laub, in meinen Weinberg?
Wo triebst du dich herum in diesen Tagen?
Ich dachte längst, sie hätten dich gefunden,
Geschlachtet, abgetan, wie du's verdienst.
Rühr mich nicht an, sonst brauch ich meinen Stock!
Du Wolf, du Hund, du blut'ger Mörder du!
(Zum Kinde.)
Was weinst du Herrlein!—ja, dein Füßlein blutet!
Setz dich dorthin, und ruh ein wenig aus;
Nur kurze Frist, so heißt es weitergehn,
Die bösen Menschen sind uns auf der Ferse.
(Er hat das Kind auf einen Stein gesetzt. Otto wirft sich vor dem Kleinen auf die Knie, dessen Füße streichelnd und an seine Brust drückend.)