Wer kommt? Was ist?—Hast den Rebellen du
Mein Wort verkündet?
Befehlshaber.
Ja, o Herr!
König.
Wie nun?
Befehlshaber.
Sie weigern sich. Verzeihung fordern sie.
König.
Verzeihung? Mit den Waffen in der Hand?
Wer sie nicht ablegt, ist ein Mann des Todes.
Ergebung fordr' ich, voll und unbedingt.
Dann soll, wie Gottes Stimme in dem Garten,
Die Gnade wandeln durch gebückte Reihn,
Nur zögernd strafen, und, wie gern, verzeihn.
Sie wollen nicht? Nun denn, so laßt sie müssen!
Stellt die Ballisten auf, das Sturmzeug ordnet!
Mit wiederholtem Stoß bedrängt die Stadt,
Bis ihre Steine ächzen, Türme nicken,
Und die Erweichung allgemach und endlich
Sich fortpflanzt bis in ein Empörerherz.
Wenn morgen hoch die Sonn' im Mittag steht,
Will ausruhn ich im Innern jener Mauern.—
Was habt Ihr sonst erforscht?
Befehlshaber.
Es war nicht möglich
Mehr zu erkunden, denn man stand nicht Rede.
Doch heißt es, daß im Innern ihrer Stadt
Entzweiung herrsche. Auch, den Mauern nah
Vernahm ich Lärm von Stimmen, welche stritten,
Ja, selbst Geklirr von Waffen.
König.
Und Bancbanus,
Wo weilet er?
Befehlshaber.
Verschieden geht die Rede.
Die einen nennen ihn gefangen, tot;
Die andern lassen ihn, als Haupt des Aufruhrs,
Sich stellen selbst an der Empörer Spitze,
Und glaublich scheint es fast, wenn man bedenkt—
König.
Ich aber sage: Nein! und zweimal: Nein!
Bancbanus ein Verräter? Schlimm genug,
Wenn er nicht wehrte, wo die andern taten;
Doch er Verräter? Nun, dann bin ich's auch,
Dann sind wir's alle. Nein, Bancbanus nicht!
Befehlshaber.
Befehlt Ihr sonst—?