(Herbott von Füllenstein mit einem Haufen.)
Füllenstein (hereinstürzend).
Wo ist der Kaiser? Nur den Kaiser such ich!
Rudolf.
Hier ist er, Freund!
Füllenstein.
Bald heißt es wohl: er war.
Rudolf.
Das frägt sich noch. Ei, laßt ihn nur, ihr Herrn,
Das Fechten möcht ich doch nicht ganz verlernen!
Komm an, mein Freund!
Füllenstein.
Ihr folgt, und schlagt sie tot!
(Gefecht. Alle ab.)
———————————————————————————————————- Ein anderer Teil des Schlachtfeldes. Links im Vorgrunde das Ende eines Hügels auf die Bühne hereinlaufend, daneben steht ein Baum.
Ottokar kommt, auf einen Knecht gestützt; zwei andere und Milota folgen.
Ottokar.
Herr Milota, Eu'r Haufe greift nicht an!
Wo bleiben Eure Mährer, Tod und Teufel?
Ich fürcht, Ihr seid ein Schurk', Herr Milota!
Und seid Ihr es, Herr, weil ich Euch vertraut,
Seid Ihr es zehn- und hundertfach!
Sie haben mir das Pferd erstochen unterm Leib;
Das Bein schmerzt noch vom unversehrten Sturz.
Geh hin und such ein Pferd; ich weile hier!
(Einer ab.)
Ihr, Milota, jagt hin zu Euren Mährern!
Doch nein! Bleibt da! Geh du und sag der Nachhut—
Sie sollen auf den Feind, sonst will ich, Pest! auf sie!
(Der zweite ab.)
Seht mir ins Antlitz, Milota! Daß Gott!
Ihr schaut mit Grimm. Ich hoff, das gilt dem Feind;
Denn gält' es mir, auf Eurem Todbett, Herr,
Würd' Euch ein Milota genüber stehn
Und also schaun in Euer brechend Aug'.