Seyfried.
Wo hast du meinen Vater?

Ottokar (dumpf vor sich hin).
Als Gott den Kain fragte, sagte der:
Mir hast du ihn zu hüten nicht gegeben!

Seyfried.
Ich gab ihn dir, ja wohl, mein eigner Unsinn!
Und jetzt steh ich vor dir, in Stahl gekleidet,
Und fordr' ihn wieder: gib mir meinen Vater!

Ottokar.
Du weißt wohl, wo er ist.

Seyfried.
Wohl weiß ich's: tot!

Ottokar.
Er büßte, wie Verräter!

Seyfried.
Er, Verräter!
Er war dir nur zu treu, dir, mir, der ganzen Welt.
Um meinen Dienst beim Kaiser wußt' er nicht.
Der Brief, den er mir gab, enthielt nur Bitten
Für dein verstoßnes Weib.

Ottokar.
So hat ihn Gott!

Seyfried.
Er hat ihn, ja! Empfiehl ihm deine Seele!
(Stürzt mit dem Schwerte auf ihn los.)

(Emerberg tritt auf.)