Emerberg.
Seyfried, was tust du?
Seyfried.
Sieh, er mahnt mit Recht!
Der Kaiser hat verboten, dich zu töten
Mit Waffen; doch ich will, ein Basilisk,
Versuchen, mit den Augen dich zu töten.
Sieh her nach mir und höre: Merenberg!
Der Hölle Ruf dereinstens: Merenberg!
Ottokar.
Gebt Raum, ich muß zu meinem Heer!
Seyfried.
Du bleibst!
Du warst mir Lehrer, warst mir Muster, Beispiel,
Ich habe dich geehrt, wie niemand sonst;
Der Erde Ruhm ging mir in dir zu Grabe.
Der Erde Glück in meines Vaters Haupt.
Gib das Vertrauen mir auf Menschen wieder,
Den Vater wieder, den ich selbst geliefert,
Ich selbst in deine Hand. Vorschneller Würger,
Sieh mir ins Antlitz; es ist Merenbergs.
Komm, töt ihn noch einmal in seinen Zügen!
Ottokar.
Schließ deinen Helm, dann sei des Kampfs gewährt.
Seyfried.
Nicht also! Nein! Ficht, König, mit den Toten!
Hei, tapfrer Ottokar, mit eins so feig?
(Ottokars Knecht kommt zurück.)
Knecht.
Herr Milota, zu Hilfe! Feinde! Feinde!
Seyfried (zu Emerberg).
Halt den zurück! Er muß sich mein erwehren!
Daß ich dem Kaiser sagen möge: Herr,
Ich schlug ihn nicht, er selber fiel mich an;
Den Fall der Notwehr habt Ihr ausgenommen!
(Emerberg ficht mit demKnecht.)
Knecht.
Herr Milota!