Margarethe.
Ich widerspreche nicht.

Rudolf.
Doch man verlangt zugleich, daß ab Ihr tretet,
Das Land von Österreich und das von Steier,
Der Babenberger Gut.

Margarethe.
Ich hab's getan.

Rudolf.
Doch war es Schenkung um der Ehe wegen,
Der Ehe Trennung hebt die Schenkung auf.

Margarethe.
Ich will sie wiederholen.

Rudolf.
Auch bedenkt,
Daß jene Lande Reicheslehen sind,
Dem Reich erledigt und nicht Euch gehörig.

Margarethe.
So weit mein Recht geht, geb ich es dahin.
Sagt das dem König, und zugleich:
Er soll vor Unrecht sorglich sich bewahren;
Denn auch das kleine rächt sich. So lebt wohl!

(Trompeten und Lärm auf der Straße.)

Der alte Merenberg (tritt ein).
Der König kommt.

Margarethe.
Gerechter Gott!—Ich will
Zu stärken mich versuchen durch Gebet.
(Sie entläßt die beiden durch eine Handbewegung und geht in ihr Gemach.
Die andern auf der entgegengesetzten Seite ab.)