Füllenstein.
Herr, doch Heinrich auch?
Ottokar.
Was schreist du so! Komm hier und höre schweigend.
(Er zieht sich mit Füllenstein etwas mehr gegen den Hintergrund und spricht leise. Sooft er dem, was jener erwidert, zuhört, wendet er die Augen nach der andern Seite, wo Zawisch und seine Gemahlin sprechen.) (Zawisch hat sich vor die Königin hingestellt, die sitzt und in Gedanken vor sich hinstarrt.)
Kammerfräulein (die Königin aufmerksam machend).
Erlauchte Frau!
Kunigunde (da sie Zawisch vor sich stehen sieht).
Verwegner, wie, auch hier?
(Sie springt auf.)
Kammerfräulein (auf die reichgestickte Schärpe zeigend, die ein Page auf einem Samtkissen trägt). Der Dank! (Die Königin nimmt die Schärpe, der Page legt das Kissen bei ihren Füßen nieder.)
Zawisch (zum Kammerfräulein).
Ei, Fräulein, gebt mir doch den Zettel,
Den ich vor kurzem nur Euch überreicht.
Er kam nicht in die rechte Hand!
Kammerfräulein.
Mein Herr!
Zawisch.
Gebt ihn! (Er hält die Hand bin.)
Kammerfräulein.
Verzeiht!