Domaslav. Was man entfernt wünscht, hüllt man gern in Dunkel.

Libussa. Nun weiser Lapak denn und starker Biwoy
Und mächt'ger Domaslav, die ihr euch teilt
In das was ich im Mann vereint mir denke,
Hört denn ein Rätsel, und als halbe Lösung
Füg ich ein Zeichen bei nach Seherart.
War doch die Kette stets der Ehe Bild.
(Sie nimmt ihren Halsschmuck und legt ihn auf ein Kissen, das ein
Page hält.)

Wer mir die Kette teilt,
Allein sie teilt mit keinem dieser Erde,
Vielmehr sie teilt, auf daß sie ganz erst werde;
Hinzufügt was, indem man es verlor,
Das Kleinod teurer machte denn zuvor:
Er mag sich stellen zu Libussas Wahl,
Vielleicht wird er, doch nie ein andrer ihr Gemahl.

Domaslav. Wer mir die Kette teilt.

Biwoy. Und wieder doch nicht teilt.

Domaslav. Hinzufügt was—

Libussa. Müht euch nicht ab!
Der weise Lapak, sah ich, schrieb sich's auf.
Verbirg es nicht und teil es diesen mit,
Er soll für alle. Nun mit Gott! ihr Herrn.
Sucht auf die Lösung; aber hört zugleich:
Bis ihr's gefunden meidet meine Nähe.—
Libussa ist kein Ziel, das gar so nah.
(Zum Pagen.)
Geh nur voran! Ihr folgt! Glück auf den Weg!

Biwoy (im Abgehen leise).
Sie narrt uns, sagt' ich euch.

Lapak (ebenso).
Wart ab das Ende.

(Die drei samt dem Pagen ab nach der linken Seite.)