Melitta.
Riefst du mir?

Phaon.
Ich nicht!—Im Hause!

Melitta (die Kränze, die ihr entfallen sind, zusammenraffend).
Ich komme schon!

Phaon.
Bist du so karg, Melitta?
Verdient denn meine Gabe kein Geschenk?

Melitta.
Ich, ein Geschenk? Was hätt' ich Arme wohl?

Phaon.
Gold schenkt die Eitelkeit, der rauhe Stolz,
Die Freundschaft und die Liebe schenken Blumen.
Hier hast du Blumen ja—

Melitta (die Blumen von sich werfend).
Wie? diese hier,
Die jene wilden Mädchen dort gepflückt,
Sie die bestimmt für—Nimmermehr!

Phaon.
Was sonst?

Melitta.
Daß sie doch diese Sträuche so geplündert!
Da ist auch nirgends einer Blume Spur,
(Am Rosenstrauche emporblickend.)
An jenem Zweige hängt wohl eine Rose,
Doch ist sie allzu hoch, ich reiche nicht!

Phaon.
Ich will dir helfen!