Leon.
Wie nur?
Edrita.
War ich gleich anfangs dir nicht denn geneigt?
Leon.
Doch in der Folge kam's gar bitter anders.
Du gingst mit Atalus.
Edrita.
Ei, gehen mußt' ich,
Du aber stießest grausam mich zurück.
Leon (auf Gregor zeigend).
Es war ja wegen dem. Er litt es nicht.
Sollt' ich mit Raub und Diebstahl zu ihm kehren?
Edrita.
Du aber stahlst mein Inneres und hast's.
Leon.
Und willst dich doch vermählen?
Edrita.
Ich?
(Mit gefalteten Händen den Bischof vertrauensvoll anblickend.)
O nein.
Gregor.
Wer deutet mir die buntverworrne Welt!
Sie reden alle Wahrheit, sind drauf stolz,
Und sie belügt sich selbst und ihn; er mich
Und wieder sie; der lügt, weil man ihm log—
Und reden alle Wahrheit, alle. Alle.
Das Unkraut, merk ich, rottet man nicht aus,
Glück auf, wächst nur der Weizen etwa drüber.
(Zu Atalus.)
Es steht nicht gut für uns; was denkst du, Sohn?
Atalus (nach einer Pause).
Ich denke, Herr, das Mädchen dem zu gönnen,
Der mich gerettet, ach, und den sie liebt.