Gregor.
So recht, mein Sohn, und daß dir ja kein Zweifel
Ob ihres Gatten Rang und Stand und Ansehn;
Von heut an, merk! Hab ich der Neffen zwei.
Der König tut mir auch wohl was zuliebe,
Da frei' er immer denn das Häuptlingskind.
Du bist betrübt. Heb nur dein Aug' vom Boden,
Du wardst getäuscht im Land der Täuschung, Sohn!
Ich weiß ein Land, das aller Wahrheit Thron;
Wo selbst die Lüge nur ein buntes Kleid,
Das schaffend Er genannt: Vergänglichkeit,
Und das er umhing dem Geschlecht der Sünden,
Daß ihre Augen nicht am Strahl erblinden.
Willst du, so folg, wie früher war bestimmt,
Dort ist ein Glück, das keine Täuschung nimmt,
Das steigt und wächst bis zu den spätsten Tagen.
Und diese da
(mit einer Bewegung der verkehrten Hand sich umwendend)
sie mögen sich vertragen.
(Da Leon und Edrita sich in die Arme stürzen und Gregor eine Bewegung fortzugehen macht, fällt der Vorhang.)
Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Weh dem, der lügt!, von Franz
Grillparzer.