Leon.
Den dummen Galomir? O weh!

Edrita.
Ja wohl!
Doch ist er unser nächster Stammverwandter,
Und so gebührt ihm meine Hand.

Leon.
Je freilich!
Und was die Klugheit, die ihm fehlt, betrifft:
Mein Kind, die dummen Männer sind die besten.

Edrita.
So dacht' ich auch.

Leon.
Sie lassen sich was bieten.

Edrita.
Und fordern alles nicht nach ihrem Kopf.
Doch siehst du, manchmal, wenn auch nicht so oft,
Spricht man doch gern einmal ein kluges Wort.

Leon.
Kommt dir die Lust, ein kluges Wort zu sprechen,
So geh in Wald hinaus und sag's den Bäumen,
Dann kehr erleichtert in dein Haus zurück.
Denn was dir selber nützt, taugt nicht für viele.
Was vielen frommt, das wächst mit Gras und Kraut.

Edrita.
Ganz faß ich's nicht, doch will ich's also halten.
Nur freilich wünscht man Antwort, wenn man spricht.

Leon.
Das findet sich, eh man's gedacht. Doch nun
Laß uns den Tag benützen, der uns bleibt.
Führ mich ins Feld hinaus, zeig mir die Gegend.
Auch möcht ich, wie's erfordert mein Geschäft,
Nach Wurzeln etwa suchen, Würze, Kräutern.
O Atalus!

Edrita.
Wie sagst du?