Edrita (stehend und auf Leon sprechend).
Nur hier! Da liegt sein Speer. Nimm ihn nur auf.
(Zu Galomir herabsprechend.)
Was zögerst du?
Galomir (immer gebückt).
Der Fuß—
Edrita (Atalus nach der andern Seite winkend).
Du hier herüber.
(Zu Galomir.)
Ja so, mein Fuß, er steht auf deinem Schwert.
Der böse Fuß!
(Zu den beiden.)
Nur hier.
Galomir (sich vom Boden aufrichtend).
So heb ihn.
(Er erblickt Leon, der, auf der linken Seite stehend, den Spieß gerade
gegen seine Brust hält.)
Ah!
(Er sinkt auf den Sitz zurück.)
(Atalus ist indessen von der andern Seite gekommen und hat das Schwert aufgenommen.)
Edrita (steht auf und eilt auf Leons Seite).
Du, reg dich nicht, sonst bringen sie dich um!
Atalus.
Mich weht es an, hab ich doch nun ein Schwert!
Edrita (mit den Händen zusammenschlagend).
Ei, das ist gut, ei, das ist gut! Fürwahr!
(Zu Atalus.)
Du, droh ihm auch!
Atalus (mit gehobenem Schwerte).
Hier bin ich.
Leon (zu Galomir).
Mir tut leid,
Muß also ich an Euch die Worte richten.
Es war nicht meine Wahl, doch ist's geschehn,
Und da es ist, benütz ich es zur Rettung.
Bleibt sitzen, Herr, Ihr seid in unsrer Macht.
(Seinen Gürtel lösend.)
Mit dieser Schnur bin ich genötigt, Herr,
Zu binden Euch an dieses Baumes Stamm.
Es hält nicht lange gegen Eure Kraft,
Doch sind wir fern, kehrt ruhig zu den Euern.