Jeschkenkoppe[*]-Schneekoppe. Dieser gegen 60 km lange Kamm-Weg hat folgende Richtung:
Jeschkenkoppe (1010 m)–Stadt Reichenberg–Hohenhabsburg (Heinrichswarte, Gastwirtschaft)–Dorf Rudolfstal–Dorf Friedrichswald–Königshöhe (858 m, Aussichtsturm, Gastwirtschaft)–Seibthübel (819 m, Aussichtsturm)–Bramberg (791 m, Aussichtsturm)–Maxdorf–Pfarrdorf Josefstal–Albrechtsdorf–Spitzberg (809 m, Gloriett)–Stefanshöhe (958 m, Aussichtsturm)–Wurzelsdorf–Neuwelt-Harrachsdorf–Mummelgrund–Kesselkoppe (1434 m)–Pantschefall (1300 m)–Elbfallbaude (1284 m)–Schneegrubenbaude (1491 m)–hohes Rad (1506 m)–große Sturmhaube (1424 m)–Mannsteine (1326 m)–Mädelsteine (1411 m)–Peterbaude (1288 m)–Spindlerbaude (1215 m)–kleine Sturmhaube (1446 m)–Silberkamm (1489 m)–Mittagstein (1423 m)–Prinz Heinrich-Baude–Wiesenbaude (1388 m)–Riesenbaude (1383 m)–Schneekoppe (1603 m).
Die Markierung dieser Anschlußstrecke wurde im Sommer 1904 durchführt, und zwar besorgte dies von der Jeschkenkoppe bis zur Iserbrücke bei Wurzelsdorf der deutsche Gebirgsverein für das Jeschken- und Isergebirge, von da bis zur Schneegrubenbaude der österreichische Riesengebirgsverein, und weiter bis zur Schneekoppe – als »Hauptweg« – der preußische Riesengebirgs-Verein.
Von der Schneekoppe ist seitens des österr. Riesengebirgs-Vereines die Weiterführung der Markierung bis Freiheit geplant.
Ein ebenfalls mit dem blauen Kammzeichen vom deutschen Gebirgsvereine in Gablonz markierter Kamm-Weg, der »Gablonzer Steig« führt von der Jeschkenkoppe über den Lubokaier Kamm zum Jaberlicher Riesenfaß (683 m), von dort über den Kaiserstein (634 m), die Dörfer Radl und Gutbrunn auf die Schwarzbrunnkoppe (873 m, Aussichtsturm), dann weiter bis zum Pensdorfer Försterhaus (671 m) und über den Industrialort Tannwald auf die Stefanshöhe, wo er sich an den oben skizzierten Reichenberger Weg anschließt.
[*] Ein »Touristen-Weg« vom Jeschken bis zum Donnersberge soll demnächst durch Markierung geschaffen werden. Hiebei sollen die mit stattlichen Ruinen oder Aussichtstürmen gekrönten Basaltberge, weiter die vielen durch reizvolle Eigenart bedeutsamen Sehenswürdigkeiten der Polzenlandschaft dem Touristenverkehr erschlossen werden. Als Knotenpunkte sind in Aussicht genommen: Jeschken, Polzenquelle, Oschitz, Teufelsmauer, Dewin (Ruine), Hammerteich, Wartenberg, Roll, Niemes, Kamnitzberg, Reichstadt, Leipaer Spitzberg, Kahlenberg, Koselspitze, Zößnitzer Gottesgarten, Ronberg, Neuland, Helfenburg, Auscha, Lewin, Geltsch, Donnersberg.
Rosenberg-Hainberg. Zufolge Beschlusses der am 29. Feber 1904 zu Komotau stattgehabten Sendboten-Versammlung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes soll längs des Erzgebirgskammes vom hohen Schneeberge bei Bodenbach (721 m) bis zum Hainberge bei Asch ein mit dem blauen Kammzeichen markierter Weg in der Gesammtlänge von 216 km markiert werden. Der Teplitzer Gebirgsverein hat die 40 km lange Strecke Tyssa-Dreiherrnstein im Sommer 1904 bereits vollendet; dieselbe führt vom oberen Ortsteile des Pfarrdorfes Tyssa über den Tyssaberg (594 m), Ziegelteich, die sog. »Schöne« (607 m), Dorf Oberwald, den Sandkopf, Jungferndorf (686 m), Nollendorf, die Nollendorfer Kirche, über den Schießhausweg nach Streckenwald (753 m) und Adolfsgrün (747 m), dann über die Ritschelkreuze (760 m), Pfarrdorf Ebersdorf, das Schenker- und Goldammerkreuz (724 m) auf den Mückenberg (806 m, Aussichtsturm), weiter über Forsthaus Mückenberg (781 m), den Bierweg und Vorderzinnwald nach Hinterzinnwald (874 m), von da über das rote Kreuz bei Niklasberg, den Keilberg (829 m) und Harzwald nach Neustadt, endlich auf dem Willersdorfer Wege bis zur Wegabzweigung auf den Dreiherrnstein. Die Fortsetzung der Markierung über den Dreiherrnstein (865 m), hohen Hau (888 m), Dorf Langewiese, den Wieselstein (956 m), Forsthaus Georgshöhe und den schwarzen Teich (829 m) nach Göhren erfolgt 1905 auf Kosten der gräflich Waldstein'schen Domänedirektion in Oberleutensdorf im Einverständnis mit dem Teplitzer Gebirgsverein.
Die weitere Markierung soll folgende Punkte berühren: Käsherdberg (797 m), Haselstein (774 m), Wachhübel bei Gebirgsneudorf (756 m), Adelsberg (901 m), Bernstein (921 m), Beerhübel (914 m), Annen-Säule auf dem Steinhübel (858 m), Bärenallee-Berg (861 m), Kammhöhe bei Sebastiansberg (846 m), Haßberg (990 m), Reischberg (873 m), Kupferhübel (908 m), Hoher Hau (1003 m), Wirbelstein (1094 m), Keilberg (1244 m), Spitzberg (1111 m), Plattenberg (1040 m), Rammelsberg (996 m), Scheffelsberg (976 m), Buchsschachtelberg (968 m), Reichsapfel (911 m), Kranichsee (940 m), der Keil i. S. (941 m), Schneckenstein i. S. (866 m), Kottenheide i. S. (780 m), hohe Brand i. S. (804 m), Ursprungberg (805 m), Hohenstein (771 m), Hummelsberg (661 m), Rohrbach i. S. (672 m), Brambach i. S. (683 m), Wachtberg bei Oberreuth (709 m), Egerer Stadtwald (754 m), Himmelreich (730 m) und Hainberg bei Asch (756 m, Bismarckturm). Die Markierung der Strecke Kranichsee-Brambach hat der Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine in Plauen, die Markierung der Schlußstrecke die Sektion Asch des deutschen und österr. Alpenvereines übernommen.
Auch die Schaffung des Bindegliedes Rosenberg-Tyssa steht in Aussicht, dessen Markierung dem Gebirgsvereine für die böhm. Schweiz zufällt. Derselbe hat bereits die Strecke Rosenberg–Neue Welt–Binsdorfer Höhe (430 m, Aussichtsturm)–Rosenkamm–Elbwarte–Quaderberg bei Tetschen (282 m, Bergwirtschaft) markiert. Der weitere Weg dürfte über Dorf Kalmswiese, den Pferdekopf (650 m), den hohen Schneeberg (721 m) und die Tyssaer Wände (610 m) nach Tyssa gelegt werden.