Die Fanfaren schrieen ihn an und rüttelten.

Aus dem Rülpsen seiner Gesellen sprach jetzt eine leise milde Stimme zu ihm. Er krampfte die Faust zusammen, Sturm war in ihm. Er wollte schreien, brüllen und sah irr um sich. Es schrie jemand in ihm — wie ein Fährmann, dann klang es wie geborstenes Metall.

Nikolaus schritt langsam über den Markt und die Treppe zum Bankettsaal hinauf. Den Kopf hielt er gesenkt. Wie zum Stoß. Die breiten Schultern zitterten.

Man beachtete ihn drinnen nicht sonderlich.

Er fühlte sich bedrückt, gefesselt und tat mit in feinen Manieren. Stunden verflossen. Der Wein und die mancherlei Reden taten das ihrige.

Nikolaus blieb schweigsam. Kaum daß überhaupt jemand ihm Anrede gab.

Es wurde wie bei jedem Bankett. Welche fingen mit rauhen Späßen an, wieder welche sprachen von Weibern. Es gab wohl auch Püffe und Maulschellen, und man vertrug sich dann wieder.

Nikolaus blieb schweigsam. Man hatte ihn zwar geladen, aber man beachtete ihn nicht.

Er hätte wohl gern mitreden mögen, und er wunderte sich, daß sie dasselbe taten, was sie bei ihm so verachteten. Er hatte auch jene Weiber besessen, die sie lästerten, die heiligen und die Weiber der Bürgermeister und Schöffen. Er liebte sie noch alle und bewahrte es wie etwas Kostbares, so daß er nie davon sprach.

Er sehnte sich fort. Er dachte, wie er sich doch besser von mancherlei trennen sollte, er dachte an sein Haus, still liegen und in die Sonne schauen. Seine Gedanken verwirrten sich. Er fühlte, daß er die Heilkraft der Ruhe nicht finden würde. Der Ruf von Haus war so trübe und vergiftet und viel zu schwach.