Frau Bertha sah durch ihre Reden hindurch und hörte sich sprechen: Was wollt ihr von mir, warum quält ihr mich.

Und sie antworten: Laß ab von ihm. Acht Jahre sind es her, daß wir ebenso sprachen. Der oder Jener. Willst du uns wieder ziehen lassen?

Es war, als ob sie schreien müßte: „Hinaus — — oh ihr — — — — Er und du oder du — — — — haha.“

Heben sie nicht die Finger und grinsen?

Frau Bertha fuhr sich über die Stirn und schwieg.

Sie fühlte dumpf, wie etwas Geheimnisvolles, Schleichendes sie einspann. Sie werden Geld verlangen, vielleicht alles Land. Soll ich ihn aufgeben? Sie erschauerte.

Der Liegnitzer sprach von ihrer Kindheit. Sie hatte ihm ein ganz klein wenig Liebe gegeben, damals. Sie war allein, und er war stattlich, voller Pläne. Es sah alles damals so viel und groß aus. Aber jetzt — — — nein. Und war schon Nikolaus für sie verloren, nicht denen da opfern. Nie.

Ihre Miene wurde zornig. Sie sah das Ende ihrer Reden. Sie erkannte geifernde Schwätzer, denen sie selbst nur zu oft Gehör geschenkt hatte. Wie hatte sie dagegen ihn manchmal getroffen und im Innersten erschüttert.

Es zuckte in ihr, krampfte sich, schrie.

Plötzlich fühlte sie, wie sie zum Schlag ausholten, sie sah es näher kommen — — — — nur nicht hören — — — die Bestätigung, die Besiegelung, die Schuld.